1. Tag: Zeppelinstadt
Abholung von zu Hause und bequeme Anreise vorbei an Ulm nach Friedrichshafen am Bodensee. Während eines geführten Rundgangs am Nachmittag sehen wir unter anderem den historischen Schlosssteg und die „Schlosskirche“, das ehemalige Benediktinerkloster Hofen - heute eines der berühmtesten Bauwerke der Oberschwäbischen Barockstraße. Beim Spaziergang entlang der Uferpromenade mit wunderbarem Ausblick auf den See und das Alpenpanorama lernen wir die interessante Geschichte der Zeppelinstadt kennen, deren Wurzeln bis ins 5. Jahrhundert zurückreichen. Ein Denkmal und ein Brunnen wurden dem Grafen Ferdinand von Zeppelin gewidmet, dem berühmtesten Sohn Friedrichshafens.
2. Tag: Luftschiff & Seebühne
Am Vormittag besuchen wir den Hangar der Zeppelinreederei. Mit einer Länge von 110 Metern, einer Breite von 69 Metern und einer Höhe von 34 Metern zählt der Hangar des Zeppelins NT („Neue Technologie“) zu den größten freitragenden Hallen Süddeutschlands. Bei einer Werftführung wird uns die faszinierende Welt der modernen Luftschiffe im Detail gezeigt - hier wird Technik für jeden spannend! Intelligente Konstruktionen, zukunftsweisende Materialien und High-Tech- Steuerungssysteme ermöglichen erst die einzigartigen Flugeigenschaften. Am frühen Nachmittag werden wir in Bregenz auf und hinter der Seebühne erwartet, um die spektakuläre Kulisse und Bühnentechnik aus nächster Nähe zu erkunden - eine IDEALe Einstimmung auf den festlichen Abend. Nach einem individuellen Stadtbummel stärken wir uns mit regionalen Spezialitäten bei einem Heurigen am Fuße des Gebhardsbergs. Um 21.15 Uhr beginnt dann die Opernaufführung - davon werden wir noch lange träumen...
In einem funkelnden Meer aus Champagner, Tanz und Eleganz genießt Violetta Valéry das pulsierende Leben der Pariser Gesellschaft. Doch hinter der funkelnden Fassade verbirgt sich eine Frau, deren Herz mehr sucht als Glanz und Vergnügen. Als der junge Alfredo Germont ihre Welt betritt, scheint ein anderes Leben greifbar - eines, das auf Liebe und Aufrichtigkeit gründet. Allerdings bleibt in einer Welt, in der Geld und der gesellschaftliche Ruf über allem stehen, für Gefühle wenig Raum.
Mit La traviata schuf Giuseppe Verdi eine Oper von schmerzlicher Schönheit - mit ergreifenden Arien, packenden Chorszenen und einem Orchesterklang, der die Sehnsucht und das Drama dieser tragischen Liebesgeschichte in jeder Note spürbar macht. Für die Bregenzer Neuinszenierung verlegt der gefeierte italienische Regisseur Damiano Michieletto die Handlung in die Ära der Roaring Twenties. Inspiriert vom glamourösen Flair der Great-Gatsby-Zeit führt er „die vom Weg Abgekommene“ in eine Welt, in der scheinbar alles erlaubt ist - außer echter Liebe. Zwischen Jazzclubs und dekadenten Festen, Lebenshunger und Zerbrechlichkeit steht Violetta vor einer Entscheidung, die ihr Schicksal für immer besiegelt.
Verdis mutiges Werk war ein veritabler Skandal, als es 1853 am Teatro La Fenice uraufgeführt wurde, denn es entlarvte die gesellschaftliche Doppelmoral der Zeit.
Mit ihrer spektakulären Kulisse wird die Seebühne zum Spiegel einer Welt, in der eine Frau an der Liebe zerbricht. Unter der musikalischen Leitung von Kirill Karabits und Pietro Rizzo, die ihr Debüt in Bregenz feiern, erlebt das Publikum zum ersten Mal auf der Bregenzer Seebühne eine der bewegendsten Opern der Musikgeschichte.
©Bregenzer Festspiele
3. Tag: Lindau im Bodensee
Schon von Weitem sichtbar sind der bunte Diebsturm und der kräftig gebaute Mangturm. Das sehr gut erhaltene mittelalterliche Zentrum Lindaus liegt auf einer Insel im See und lädt mit zauberhaften Gassen, historischen Gebäuden und der berühmten Hafeneinfahrt zum Entdecken ein. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und sticht durch die sechs Meter hohe Löwen-Statue sowie den neuen Leuchtturm ins Auge. Wer nimmt die 140 Stufen in Angriff? Der phantastische Blick auf den Bodensee und die Alpen ist es wert! Nachmittags Führung durch die Sonderausstellung „Die Kunst der Vielfalt“ im Kunstforum Hundertwasser. Dort werden Hundertwassers Originalgrafiken in den Mittelpunkt gestellt und damit ein Einblick in die Entstehung seiner Druckgrafiken ermöglicht. Unsere Kombieintrittskarte ermöglicht außerdem den Besuch des Lindauer Stadtmuseums im barocken Haus zum Cavazzen (die Sonderausstellung ist aktuell noch nicht bekannt).
4. Tag: Oberschwäbische Barockstraße
Kloster Schussenried begeistert mit einem der schönsten barocken Bibliothekssäle Süddeutschlands. Die einstige Prämonstratenserabtei im Herzen von Oberschwaben bietet ein anschauliches Klostermuseum. Bei einer Führung erhalten wir einen Überblick über diesen historischen Ort. Im Anschluss treten wir die geruhsame Heimreise an. „Libiamo ne’ lieti calici“ - wetten, dass wir den fröhlichen Chorgesang noch im Ohr und das eine oder andere köstliche Souvenir im Gepäck haben?