1. Tag: En route pour la Normandie
Allons-y! Wir starten frühmorgens und reisen durch Belgien und die Picardie direkt in die Normandie. Unser Hotel für die nächsten drei Nächte liegt auf dem Festland an der Bucht des Mont-Saint-Michel und bietet herrliche Ausblicke auf den berühmten Klosterberg.
2. Tag: Austern & Korsaren
Heute geht’s noch weiter westwärts, in die Bretagne! Die hübsche kleine Hafenstadt Cancale ist berühmt für ihre Austern, weite Gezeitenlandschaften und die malerische Lage an der Bucht des Mont-Saint-Michel. Ein Besuch beim Austernzüchter mit Degustation gehört selbstverständlich zum Programm. Es folgt ein Abstecher zur Pointe du Grouin - der Blick über die Bucht und die nahen Inseln, die vielen Vögel und die aufkommende Flut versprechen ein nahezu einzigartiges Erlebnis. Dann das alte Piraten- und Seefahrernest Saint-Malo! Wir spazieren durch die engen Gassen der vom Meer umschlossenen Altstadt mit ihren stolzen Granithäusern. Die Springfluten von Saint-Malo sind die höchsten in der Bretagne - um dieses Schauspiel in vollen Zügen genießen zu können, begeben wir uns auf die mächtigen Mauern der Bastion de la Reine mit Blick auf die Festung Fort National.
3. Tag: Wunder des Abendlandes zwischen Ebbe und Flut
In der Bucht vor unserem Hotel herrschen die stärksten Gezeiten Europas. Ein Naturschauspiel, das wir uns nicht entgehen lassen sollten. Die Normannen sagen, dass die Flut in der Bucht „wie ein Pferd im Galopp“ auf die Küste trifft. Über eine Stegbrücke gelangt man ganzjährig tideunabhängig auf den Mont-Saint-Michel. Der auch als „Wunder des Abendlandes“ bezeichnete Klosterberg, dessen Bau angeblich 708 vom Erzengel Michael befohlen wurde, ragt 80 Meter aus dem Wattenmeer auf und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. An einigen Tagen im Jahr lassen ihn besonders hohe Fluten wieder zur Insel werden - ein Zugang ist dann während einer guten Stunde nicht möglich. Dieses spektakuläre Naturereignis lässt sich am besten von den Terrassen der Abtei, den Befestigungsmauern oder der Stegbrücke aus beobachten. Ein atemberaubendes Naturphänomen!
4. Tag: Fachwerk & Seemannsflair
Nach einem letzten Blick auf den Mont-Saint-Michel reisen wir weiter ins schönste Hafenstädtchen der Normandie: Honfleur liegt genau da, wo die Seine in den Ärmelkanal mündet - und bietet herrliche, gut erhaltene Fachwerkhäuser, malerische Straßen und das beliebte Vieux Bassin, den kleinen alten Hafen. Hier sitzen sie noch, die wettergegerbten Fischer mit ihren Baskenmützen, Netze flickend, auf Holzkisten voller Jakobsmuscheln oder Austern. Urige Restaurants und verlockende Cafés laden zur Mittagspause. Später machen wir uns auf den Weg in die Hauptstadt der Normandie. Notre-Dame d’Amiens ist der klassische Musterbau der französischen Gotik und die größte Kirche des Landes. Unser Hotel liegt nur wenige Gehminuten entfernt.
5. Tag: Schwimmende Gärten
Am Vormittag unternehmen wir noch eine gemütliche Barkenfahrt durch die Hortillonnages in den Tälern von Somme und Avre oberhalb der Stadt. Diese in Feuchtgebieten angelegten Kleingärten dienten spätestens seit dem Mittelalter der Versorgung der Einwohner von Amiens mit Obst und Gemüse. Mit vielen Erinnerungen im Kopf und sicherlich auch im Gepäck treten wir dann die Heimreise an. Au revoir en France!