1. Tag: Vamos!
Die Entdeckertour beginnt mit der bequemen Abholung durch unseren Haustür-Transfer-Service. Wir rollen südwärts, durchs Rheintal und die Burgundische Pforte. Erstes Etappenziel ist Frankreichs drittgrößte Stadt Lyon - wir wohnen fast unmittelbar am Zusammenfluss von Saône und Rhône.
2. Tag: Quer durch Frankreich
Immer in Richtung Südwesten setzen wir unsere Reise fort. Die traumhafte Route führt uns durch die vulkanisch geprägte Auvergne und das geschichtsträchtige Périgord, später vorbei an der Weinmetropole Bordeaux und durch die Gascogne. Bei Biarritz, der Königin des Baskenlandes, erreichen wir die Atlantikküste am Fuße der Pyrenäen. Über die spanische Grenze geht’s nach Donostia - San Sebastián zur nächsten Übernachtung.
3. Tag: Bem-vindo a Portugal
Auch die heutige Tagesetappe verspricht wieder reizende Kontraste: Zuerst das herrlich grüne, Kantabrische Küstengebirge, dann die trockene Hochebene der Meseta. Burgos und León mit ihren mächtigen Kathedralen, wichtige Pilgerstationen des berühmten Jakobswegs, liegen an unserem Weg zur portugiesischen Grenze. Am Abend erreichen wir Porto - das „Port“ in Portugal entstammt dieser Hafenstadt mit ihrem bezaubernden Mischmasch aus eleganten Wohnhäusern, Palästen und Kirchen. Für die kommenden drei Nächte beziehen wir ein gutes Hotel ganz nah am Ufer des Douro.
4. Tag: Heimliche Hauptstadt
Zu Fuß machen wir uns auf, um den Charme Portos zu entdecken. Weltbekannt ist die Stadt für ihren Portwein, ihr daraus gewonnener Reichtum ist besonders am Palácio da Bolsa zu erkennen, der historischen Börse. Unsere Tour führt unter anderem zur imposanten Bahnstation São Bento - im Innenraum bewundern wir die rund 20.000 herrlichen Azulejos (kunstvoll von Hand bemalte Mosaikfliesen), die Szenen aus der iberischen Geschichte zeigen. Wir besuchen die Kathedrale Sé mit ihrem Kreuzgang und das malerische Ribeira-Viertel. In der lebhaften Markthalle Mercado do Bolhão, einem authentischen Stück portugiesischen Alltags, stärken wir uns mit regionalen Spezialitäten. Am Nachmittag werden wir in einer Portweinkellerei erwartet, wo wir mehr über die Geschichte und Herstellung des Getränks erfahren und seine Aromen bei einer Verkostung genießen werden. Den Tag lassen wir mit einem Spaziergang über die ikonische Brücke Dom Luís I ausklingen, mit beeindruckendem Blick auf den Douro-Fluss.
5. Tag: Portugals religiöses Herz
Braga liegt etwa eine Stunde Fahrt nördlich von Porto, ist die drittgrößte und eine der ältesten Städte Portugals. Wir besuchen das spektakuläre religiöse Heiligtum Bom Jesus do Monte - seit 2019 UNESCO-Weltkulturerbe - und besteigen die monumentale Barocktreppe mit ihren kunstvoll verzierten Brunnen und Statuen, die uns zu den oberen Bereichen der Wallfahrtskirche führt. Nach einem Mittagessen in einem traditionellen Restaurant unternehmen wir einen Rundgang durch Braga. Die Kathedrale Sé Velha de Braga ist die älteste des Landes, ein architektonisches Meisterstück und zählt aufgrund ihrer Geschichte und künstlerischen Bedeutung zu den wichtigsten Bauwerken Portugals.
6. Tag: Kloster, Kanäle & Küste
Es geht weiter südwärts nach Aveiro, auch bekannt als Venedig Portugals, mit seinen malerischen Jugendstilhäusern. Wir besuchen das Museu de Aveiro, 1911 in einem alten Franziskanerkloster eingerichtet, und unternehmen eine Fahrt mit einem der typischen bunten Moliceiro-Boote auf den Kanälen der Stadt. Später besuchen wir den herrlichen Sandstrand von Costa Nova und bewundern die bunten Palheiros - die für ihre Streifenmuster bekannten traditionellen Häuser. Am Nachmittag reisen wir weiter nach Coimbra an den Ufern des Flusses Mondego, im Mittelalter Hauptstadt Portugals mit der ältesten Universität des Landes.
7. Tag: Studentisches Flair & mittelalterliches Ambiente
Coimbra lebt von und mit seinen Studenten, die rund ein Fünftel der Bevölkerung ausmachen. Am höchsten Punkt der charmanten Altstadt mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden, Cafés und kleinen Läden liegt die 1290 gegründete Universität. Besonders hervorzuheben ist die Barockbibliothek Joanina, die über 60.000 seltene Bücher beherbergt. Unser nächstes Ziel ist Óbidos, eine der malerischsten Städte Portugals und ein historisches Juwel. Mit gepflasterten Gassen, einer imposanten Befestigungsmauer und der gut erhaltenen Burg fühlt man sich hier wie auf einer Zeitreise. Fast alle Gebäude stammen aus dem Mittelalter oder der Renaissance. Das Bild wird durch weiße Häuser mit blauen oder gelben Akzenten und Kopfsteinpflaster geprägt. Gegen Abend erreichen wir Lissabon, wo wir im Hotel für die nächsten drei Nächte einchecken.
8. Tag: Entspannte Metropole
Auch heute sind wir wieder überwiegend zu Fuß unterwegs. Lissabon erwartet uns mit seinem historischen Flair. Bei einem Rundgang erkunden wir die Oberstadt Bairro Alto mit ihren vielen Lokalen, das vornehme Chiado-Viertel und spazieren über den Rossio-Platz mit seinen Cafés und Geschäften. Wir erkunden das Gassenlabyrinth der Alfama, der maurischen Keimzelle der Stadt, und besuchen das antike Castelo de São Jorge mit herrlichem Panoramablick über die Stadt. Ein weiterer Höhepunkt wird eine Fahrt durch enge Sträßchen und entlang steiler Hügel mit der historischen Straßenbahnlinie 28 sein.
9. Tag: Küste, Kultur, Köstlichkeiten & Fado-Klänge
Ein weiterer grandioser Tag steht bevor: Zuerst geht es nach Sintra mit seinen jahrhundertealten Palästen und zum Cabo de Roca, dem westlichsten Punkt von Festland-Europa. Über den malerischen Küstenort Cascais mit schönen Stränden, Yachthafen und eleganter Altstadt geht’s zurück in Lissabons Vorort Belém. Hier legten einst die Schiffe nach Übersee ab. Der gewaltige Torre de Belém schützt die Tejomündung, Heinrich der Seefahrer grüßt vom Sockel. Ebenfalls für Portugals „Goldenes Zeitalter“ steht das im manuelischen Stil erbaute, reich verzierte Hieronymus-Kloster, das den einstigen Reichtum der Kolonialmacht eindrucksvoll demonstriert. Den Abschluss des Tages bildet ein traditionelles portugiesisches Abendessen, bei dem wir den wehmütigen Klängen des Fado lauschen!
10. Tag: Südwärts bis ans „Ende der Welt“!?
Unser Weg führt zunächst durch die von Korkeichen und Olivenbäumen geprägte Region Alentejo. Teils dicht an der malerischen Atlantikküste entlang erreichen wir Cabo de São Vicente. Der windumtoste südwestlichste Punkt Europas galt früher als das Ende der Welt. Im Zeitalter der Entdeckungen war es das letzte Stück Europa, das die Seefahrer zu Gesicht bekamen, bevor ihre Schiffe am Horizont verschwanden - von hier aus könnte man rund 5.000 Kilometer weit nach Amerika schwimmen… Über Sagres mit seinem Fischereihafen und der Festung aus dem 15. Jahrhundert erreichen wir Lagos, einen der schönsten Orte der Algarve mit zauberhafter Altstadt, wunderschönen Stränden und versteckten sandigen Buchten. Hier werden wir wiederum für drei Nächte wohnen.
11. Tag: Parque Natural da Ria Formosa
Der Naturpark Ria Formosa zählt zu den größten Lagunenlandschaften Europas und ist in seiner jetzigen Form durch ein Erd- und Seebeben vor rund 270 Jahren entstanden. Er besteht aus einem Labyrinth von Kanälen, Inseln, Sumpfgebieten und Sandbänken, die wir gemeinsam und teilweise zu Fuß erkunden. Neben dem Fischfang gehören die Salzgewinnung und das Sammeln von Weich- und Schalentieren zu den traditionellen Arbeiten der Bewohner der Ria. In der Nähe von Olhão besuchen wir später einen Olivenölproduzenten, kosten drei verschiedene Öle und können uns mit Vorräten für zuhause eindecken - im Kofferraum unseres Busses ist genug Platz…
12. Tag: Ein Tag in Lagos
Am letzten Tag an der Algarve entdecken wir mit unserer Reiseleitung das Städtchen Lagos mit seinen bezaubernden Kopfsteinpflasterstraßen und der atemberaubenden Küste. Wir sehen die im 18. Jahrhundert erbaute prachtvolle Kirche Igreja de Santo António, die mit opulent vergoldeten Holzschnitzereien ausgestattet ist. Ihr gegenüber befindet sich der erste europäische Sklavenmarkt. Er ist bis heute erhalten geblieben und wird jetzt für erfreulichere Aktionen wie zum Beispiel Kunstausstellungen genutzt. Südlich von Lagos ragt die Steilküste weit in den Atlantik hinein. Die Spitze dieser Landzunge trägt den Namen Ponta da Piedade. Hier finden sich die wohl schönsten Felsformationen an der Algarve…
13. Tag: Zurück nach Spanien
Die erste Etappe der Heimreise führt uns zunächst ostwärts, noch ein Stück entlang der Atlantikküste. Bald ist die spanische Grenze erreicht, durch Andalusien - entlang der Sierra Morena sowie vorbei an Sevilla und Cordoba - erreichen wir Kastilien und die Heimat des Don Quijote de la Mancha. Wir übernachten im Raum Madrid.
14. Tag: Ans Mittelmeer
Über das Iberische Randgebirge gelangen wir nach Aragonien. Die Region mit der Hauptstadt Saragossa zählt zu den am dünnsten besiedelten Spaniens und verdankt ihren Namen dem Fluss Aragón. Im Osten grenzt sie an Katalonien - vorbei an dessen stolzer Hauptstadt Barcelona fahren wir zur letzten Übernachtung auf spanischem Boden an die Costa Dorada.
15. Tag: Über die Pyrenäen zurück nach Frankreich
Es geht vorbei an Girona, wir überqueren die östlichsten Ausläufer der Pyrenäen und sind wieder in Frankreich. Durch Roussillon und Languedoc, vorbei an Perpignan, Montpellier und Nîmes erreichen wir bei Orange das Tal der Rhône, der wir flussaufwärts bis Lyon folgen. Unser Hotel hier kennen wir bereits von der ersten Übernachtung.
16. Tag: Burgund & Lothringen
Angefüllt mit schönen Erlebnissen und in Gesellschaft neuer Freunde machen wir uns auf den Weg in Richtung Heimat. Nichts ist durch eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen zu ersetzen. Die letzte Etappe unserer Entdeckertour führt zunächst entlang der Saône, vorbei an Mâcon und Châlon-sur-Saône, dann über Beaune, Dijon, Metz und Luxemburg nach Hause zurück. Ende der Vorstellung - schade! Schön war’s, wunderschön!
