Franz Marc war einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus und zusammen mit Wassily Kandinsky Mitbegründer der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. Mit nur 36 Jahren fiel Marc als Soldat im ersten Weltkrieg bei Verdun in Frankreich. Sein Werk hatte bis dahin schon großen Einfluss auf die moderne Kunst des 20 Jahrhunderts, doch traf ihn sein früher Tod in einer außergewöhnlich kreativen Schaffensphase. Während seines freiwilligen Wehrdienstes lernte Marc reiten und entdeckte so seine Liebe zu Pferden. Bekannte Werke sind „Der Blaue Reiter“, „Der Turm der blauen Pferde“ und „Die großen blauen Pferde“. Die Darstellung von Tieren allgemein interessierte ihn besonders, zumal er diese als reine und ursprüngliche Wesen betrachtete. Typisch für Franz Marc ist der symbolische Einsatz von Farben. Blau stand für Ruhe und Geistigkeit. Rot für Gewalt und Zerstörung. Gefühle und innere Zustände drückte er durch kräftige Farben und vereinfachte Formen aus. In nur wenigen Jahren, zwischen 1904 und 1914, entstand das Gesamtwerk des Künstlers, der sich leidenschaftlich für die moderne Kunst eingesetzt hat. Sein Weg führte ihn von den zauberhaften frühen Tierdarstellungen zunehmend in die Abstraktion und zur kubistischen Auflösung der Formen. Die Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gibt einen umfassenden Einblick in das Werk dieses außergewöhnlichen Künstlers. Sie ist die erste monografische Schau zu Franz Marc seit mehr als 20 Jahren. Bewundern Sie die Werke, die für Harmonie und innige Verbundenheit stehen - für Werte, die in unserer heutigen Zeit oftmals verloren gehen. Nach der Führung können Sie ganz nach Belieben im Museum verweilen und beispielsweise noch die ständige Sammlung mit Kunstwerken von u. a. Picasso, Klee oder Mondrian bestaunen. Durch die zentrale Lage des K20 in Düsseldorf sind auch die Altstadt oder die Königsallee in wenigen Minuten fußläufig erreichbar.
Abfahrt 08.00 Uhr ab Siegen (andere Abfahrtsstellen entsprechend früher oder später je nach Fahrtrichtung), Rückkehr ca. 19.30 Uhr.